Juli-Exkursion in Feuchtgebiete des Ösling

Am 9. Juli fand die diesjährige Juli-Exkursion der SNL statt.

Sie finden hier den Exkursionsbericht und einige Fotos der Exkursion.

Exkursionsteilnehmer im Feuchtgebiet Cornelysmillen. Foto: B. Zeimetz, 09.07.2017.

Bei strahlendem Sommerwetter ging es in drei Feuchtgebiete im Ösling. Der erste Exkursionspunkt waren die „Sauerwiesen“ bei Hosingen. Dort gab es eine kurze Einführung in das Klima, die Geologie und Böden des Öslings. Vorgestellt wurden die in Luxemburg sehr seltenen Borstgrasrasen und Pfeifengraswiesen, die dort kleinräumig mit Kleinseggenrieden, Waldbinsenwiesen und einem Niedermoore-Relikt verzahnen. Schwerpunktmäßig wurde auf die Verbreitung, ökologischen Zusammenhänge, Gefährdung und Artenzusammensetzung der Feuchtwiesengesellschaften eingegangen. Als besondere Pflanzenarten konnten z. B. Luzula multiflora ssp. congesta, Dactylorhiza majalis, Eriophorum angustifolium, Menyanthes trifoliata, Succisa pratensis und Scorzonera humilis beobachtet werden.

Auf großes Interesse stieß bei den Teilnehmern die hohe naturschutzfachliche Bedeutung des Gebietes, das sich durch seltene und besonders schutzwürdige Graslandgesellschaften, Torfvorkommen und der Vielzahl an seltenen und gefährdeten Pflanzenarten kennzeichnet. Marc Jans von „CNDS-Naturaarbechten“ gab Erläuterungen zu den Pflegemaßnahmen, ohne die dieses wertvolle Gebiet nicht in der Weise in den letzten Jahren und Jahrzehnten hätte erhalten werden können.

Einen kurzen Stopp legte die Gruppe im Naturschutzgebiet „Ramescher“ bei Crendal ein. Dort wurde das aktuelle Arnika-Wiederansiedlungsprojekt vorgestellt. Wie sich die Feuchtwiesengesellschaften mit ihren Brachestadien in ihrer Standortökologie, Artenzusammensetzung und Entstehung unterscheiden, wurde erklärt. Interessant war auch der Einblick in die Lebensweise des gefährdeten und nach Fauna-Flora-Habitatrichtlinie geschützten Blauschillernden Feuerfaltes (Lycaena helle), der den Schlangenknöterich als Futterpflanze nutzt. Auch dieses Gebiet zählt zu den wertvollsten Feuchtgebieten mit zahlreichen gefährdeten Arten und Pflanzengemeinschaften und ist daher seit 1993 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Der dritte Exkursionspunkt lag im Gebiet der „Cornelysmillen“. Dort ging es auf dem Wanderweg des Naturlehrpfades zunächst zum Staudamm eines Bibers, wo dessen Lebensweise erläutert wurde. Vorbei an den Gewässern wurden die typischen Röhrichtpflanzen vorgestellt. Nach einer kurzen Wanderung erreichten die Teilnehmer schließlich das Kerngebiet des Feuchtgebietes Cornelysmillen. Die mageren und artenreichen Waldbinsenwiesen zeichnen sich durch besondere Arten wie Comarum palustre, Menyanthes trifoliata und zahlreichen Kleinseggen aus. Ein kleines, nur wenige Quadratmeter großes Moor-Relikt mit Torfmoosen und dem letzten Vorkommen der Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) in Luxemburg beeindruckte die Teilnehmer.

Exkursionsleitung: Simone Schneider und Yves Krippel.

Organisation: SNL in Zusammenarbeit mit den Amis du Musée national d’histoire naturelle (AMNHN) und der Association des biologistes luxembourgeois (ABIOL).

Ein ausführlicher Exkursionsbericht erscheint im Bulletin 120/2018.

 

Fotos von Jean-Marie Mangen

 

Fotos von Berthold Zeimetz

Naturkundler des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz e.V. (BLNN) zu Besuch in Luxemburg

SNL organisiert zwei Halbtages-Exkursionen im Müllertal und Ourtal für die Kollegen des BLNN

Naturkundler des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz und der SNL im Müllertal. Foto. B. Zeimetz, 17.06.2017.

Nach der Einladung des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz e.V. (BLNN) im Februar 2017 einen Vortrag zu den Graslandgesellschaften Luxemburgs an der Universität Freiburg zu halten, erfolgte eine Einladung der SNL nach Luxemburg. Auf Wunsch von Prof. Dr. Albert Reif standen das Müllertal und die Traubeneichen-Niederwälder bei Vianden auf dem Exkursionsprogramm.

Berichte der beiden Exkursionen und einige Fotos finden Sie hier.

Samstag, 17. Juni 2017

Los ging es in Berdorf, von wo aus Yves Krippel die 15 Teilnehmer durch das Müllertal führte. Dort gab es eine Einführung in die Biologie der Farne, beobachtet werden konnten z. B. Asplenium trichomanes, Athyrium filix-femina, Dryopteris carthusiana, D. dilatata, D. filix-mas und Pteridium aquilinum. Besonders interessiert zeigten sich die Kollegen aus Baden an dem als Gametophyt in Felsspalten vorkommenden Prächtigen Dünnfarn (Trichomanes speciosum). Diese Anhang II-Art der europäischen FFH-Richtlinie kommt in der „kleinen Luxemburger Schweiz“ gut versteckt in zahlreichen Felsspalten vor. Ein weiteres Highlight war dann auch das äußerst seltene Leuchtmoos (Schistostega pennata), das ebenfalls nur mit Hilfe einer Taschenlampe aufgespürt werden konnte. Die SNL ermöglichte der Gruppe eine geführte Wanderung durch die streng geschützte „Zickzack-Schlucht“. Dort standen die Vorkommen des seltenen Hautfarns Hymenophyllum tunbrigense (Englischer Hautfarn) im Mittelpunkt, der hier an der Ostgrenze seines Areals vorkommt. Beeindruckt waren die Exkursionsteilnehmer auch von den unterschiedlich ausgeprägten bizarren Felsformationen und Erosionserscheinungen, sowie dem stellenweise massenhaften Vorkommen der Stechpalme (Ilex aquifolium).

Sonntag, 18. Juni 2017

Nach einer Stadtführung in Vianden ging es zur Ourschleife bei Bivels, von wo aus die Exkursion am Sonntag startete. Vor allem die Schieferfelsen faszinierten mit ihren typischen Arten wie Dianthus carthusianorum (Karthäuser Nelke), Campanula rotundifolia (Rundblättrige Glockenblume), Asplenium trichomanes (Braunstieliger Streifenfarn), Polypodium vulgare (Gewöhnlicher Tüpfelfarn), Asplenium ruta-muraria (Mauerraute) u.v.m. Unterwegs gab es Erläuterungen zum Natura 2000-Gebiet Ourtal, das beidseits der Our mit seiner hohen landschaftlichen Vielfalt und zahlreichen Pflanzen- und Tierarten als Schutzgebiet ausgewiesen ist. Angekommen bei den ersten „Lohhecken“ wurde die historische Niederwald-Nutzung, die Gewinnung der Lohe als Hilfsstoff für die Ledergerbung und die damalige wirtschaftliche Bedeutung vorgestellt. Zudem wurde auf die Bedeutung dieses Waldtyps für das gefährdete Haselhuhn (Bonasa bonasia) eingegangen. Nach einem steilen Anstieg erreichte die Gruppe typisch ausgebildete Bestände von Eichen-Niederwäldern und vertiefte hier die pflanzensoziologische Einordnung dieser Wälder. Die „Lay“ oberhalb von Bivels belohnte die Gruppe mit einem herrlichen Blick ins Ourtal. Die Felsen sowie wärmeliebenden Säume und Gebüsche wurden botanisiert, typische Arten wie Rumex acetosella, Jasione montana, Scleranthus perennis, Calluna vulgaris, Genista sagittalis, Silene viscaria, Sedum acre und Anthericum ramosum wurden gleich entdeckt.

Exkursionsleitung: Simone Schneider und Yves Krippel.

Organisation: SNL in Zusammenarbeit mit dem Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz e.V. (BLNN)

Ein ausführlicher Exkursionsbericht erscheint im Bulletin 120/2018.

Hier einige Eindrücke der Exkursionen ins Müllertal und Ourtal.

La Processionnaire du chêne de retour au Luxembourg et en Lorraine française

Cette page est régulièrement mise à jour

Coordination de cette nouvelle: Nico Schneider
Mise en page de cette nouvelle: Christian Ries
Dernière mise à jour: 2017-07-23

Infos générales

Bv Kaltreis 24.6.2016 NS

Photo: Nico Schneider, 24.06.2016, Parc Kaltreis, Bonnevoie.

La Processionnaire du chêne, Thaumetopoea processionea, est un insecte de l’ordre des lépidoptères, de la famille des Notodontidae, de la sous-famille des Thaumetopoeinae. Les larves, connues pour leur mode de déplacement en file indienne, se nourrissent des chênes (Quercus), parfois aussi du noyer (Juglans regia).

Quelques noms vernaculaires:

  • Lb: Eecheprëssessiounsmatt (Heidt 2011)
  • Fr: Processionnaire du chêne
  • De: Eichen-Prozessionsspinner
  • En: Oak Processionary
  • It: Processionaria delle querce

Stations au Luxembourg (2017) et en Lorraine française (2017)

B'voie Kaltreis processionnaire du chêne 24.6.2016 NS

Photo: Nico Schneider, 24.06.2016, Parc Kaltreis, Bonnevoie.

Les chenilles de la Processionnaire du chêne (Thaumetopoea processionea) sont de retour en ce début d’été 2017 au Luxembourg et en Lorraine française où elles semblent particulièrement envahissantes (Folny 2017).

Si vous observez l’espèce à d’autres endroits non mentionnés ci-dessous, veuillez nous en faire part via courriel à l’adresse:

  • L-Bertrange sur le parking du supermarché « La belle étoile » (Solène Barde, 31.5. et 7.6.2017).
  • F-Cattenom, tous les chênes du lac EDF (Mercédès Boréa, 13.6.2017).
  • L-Luxembourg, Bambësch, aire de jeux (RTL 29.6.2017).
  • L-Mensdorf sur le parking près du terrain de football (Claude Heidt, 4.6.2017).

Dépliant en deux langues

Signalons dans ce contexte l’excellent dépliant édité par le Ministère du Développement durable et des Infrastructures ainsi que par le Ministère de la Santé (en langue allemande et en langue française, PDF 4 MB).

Distribution en Europe

Résumé de Groenen & Meurisse 2012, traduit de l’anglais.

  1. La Processionnaire du chêne est actuellement distribuée dans presque tous les pays européens et dans une partie du Moyen-Orient. Dans le Nord, la limite de son aire de répartition passe à travers les Pays-Bas et l’Allemagne, et la partie sud de la Pologne et de l’Ukraine. Dans le Sud, l’espèce est présente dans tous les pays situés sur la rive nord de la mer Méditerranée, en Anatolie, et dans les montagnes qui entourent la Mer Morte.
  2. En utilisant les informations de musées, des collections personnelles, la littérature disponible et d’autres ensembles de données pertinentes, nous montrons que l’espèce était déjà très largement répandue dans toute l’Europe avant 1920. Les données disponibles ne fournissent aucune preuve d’un quelconque déplacement latitudinal à long terme de l’espèce entre 1750 et 2010.
  3. Dans la partie septentrionale de son aire de répartition, la dynamique des populations de l’espèce se caractérise par des fluctuations importantes.

Références

  • Anonyme, 2017a. Des allergènes sur pattes. Le Quotidien (30.6.2017) : 14.
  • Anonyme, 2017b. Jeux interdits au Bambësch. Le Quotidien (31.5.2017) : 19.
  • Che, 2017. Spielplatz wegen Raupenbefalls gesperrt. Luxemburger Wort (30.6.2017): 24.
  • C. F., 2017. Les chenilles passées au gril. Le Quotidien (30.6.2017) : 17.
  • Folny, C., 2017. Chenilles urticantes : la fièvre monte. Le Quotidien (8.6.2017) : 17.
  • Groenen F & N Meurisse (2012) Historical distribution of the oak processionary moth Thaumetopoea processionea in Europe suggests recolonization instead of expansion. Agricultural and Forest Entomology 14(2).
  • Heidt C (2011) Pickeg Raupen. Panewippchen 96: 6 (3/2011).
  • Roth, R., 2017. Der Eichenprozessionsspinner – Gefahr für Mensch und Tier. Luxemburger Wort (13.6.2017): 62.
  • Schneider, N., 2017. Auf Spurensuche. 20 Jahre “Auf Spurensuche” im Regulus. Editions Revue, 176 pp.,  Differdange/Luxembourg. ISBN-13: 978-99959-45-27-5

Galerie de photos

La Processionnaire du chêne signalée au Luxembourg

Coordination de cette nouvelle: Nico Schneider
Mise en ligne et en page de cette nouvelle: Christian Ries
Dernière mise à jour: 2016-10-09

Infos générales

Bv Kaltreis 24.6.2016 NS

Photo: Nico Schneider, 24.06.2016, Parc Kaltreis, Bonnevoie.

La Processionnaire du chêne, Thaumetopoea processionea, est un insecte de l’ordre des lépidoptères, de la famille des Notodontidae, de la sous-famille des Thaumetopoeinae. Les larves, connues pour leur mode de déplacement en file indienne, se nourrissent des chênes (Quercus), parfois aussi du noyer (Juglans regia).

Quelques noms vernaculaires:

  • Lb: Eecheprëssessiounsmatt (Heidt 2011)
  • Fr: Processionnaire du chêne
  • De: Eichen-Prozessionsspinner
  • En: Oak Processionary
  • It: Processionaria delle querce

Stations au Luxembourg (2016)

B'voie Kaltreis processionnaire du chêne 24.6.2016 NS

Photo: Nico Schneider, 24.06.2016, Parc Kaltreis, Bonnevoie.

Plusieurs stations de la Processionnaire du chêne (Thaumetopoea processionea) ont été signalées en ce début d’été 2016 au Luxembourg.

Si vous observez l’espèce à d’autres endroits non mentionnés ci-dessous, veuillez nous en faire part via courriel à l’adresse:

  • Belvaux, cour de l’école Roude Wee, à côté de l’aire de jeux.
  • Luxembourg / Bonnevoie, importante population dans le parc Kaltreis. La Ville de Luxembourg a mis en place des panneaux d’avertissement à destination des visiteurs du parc (cf. photo) et a publié un communiqué de presse en date du 24 juin 2016 (PDF) pour mettre en garde le public.
  • Luxembourg / Cents, Fetschenhof, terrain de la Fnel.
  • Dalheim (Filsdorf), lieu-dit Waasserkapp, 1 chêne isolé dans un verger.
  • Leudelange, Alstrooss, début juillet 2016.
  • Forêt de Medingen.
  • Parc de Mersch, 5 arbres. Des panneaux d’avertissement à destination des visiteurs du parc de Mersch ont été installés le 25 juin 2016.
  • Moutfort, 1 arbre.
  • Sanem, piste cyclable, près des étangs, 6 arbres. Des panneaux d’avertissement ont été installés.
  • Schifflange, près du chemin de Bergem (entre le parc de skateboard et l’autoroute).
  • Stadtbredimus, près de l’écluse.

En 2014 un papillon mâle fut capturé près de Boevange-sur-Attert. En août 2016 de très nombreux papillons ont été observés au Luxembourg. Aussi, plusieurs spécimens ont été piégés à la lumière respectivement le 23.8. dans la forêt Steenhecken près de Bissen et le 24.8 dans la forêt Häerenhecken près de Mechelbuch et quelque 20 mâles le 2.9. dans la zone naturelle Pëttënerbësch près de Pettingen (Marcel Hellers).

Distribution en Europe

Résumé de Groenen & Meurisse 2012, traduit de l’anglais.

  1. La Processionnaire du chêne est actuellement distribuée dans presque tous les pays européens et dans une partie du Moyen-Orient. Dans le Nord, la limite de son aire de répartition passe à travers les Pays-Bas et l’Allemagne, et la partie sud de la Pologne et de l’Ukraine. Dans le Sud, l’espèce est présente dans tous les pays situés sur la rive nord de la mer Méditerranée, en Anatolie, et dans les montagnes qui entourent la Mer Morte.
  2. En utilisant les informations de musées, des collections personnelles, la littérature disponible et d’autres ensembles de données pertinentes, nous montrons que l’espèce était déjà très largement répandue dans toute l’Europe avant 1920. Les données disponibles ne fournissent aucune preuve d’un quelconque déplacement latitudinal à long terme de l’espèce entre 1750 et 2010.
  3. Dans la partie septentrionale de son aire de répartition, la dynamique des populations de l’espèce se caractérise par des fluctuations importantes.

Voir également

Références

  • Communications par courriel de Nico Schneider, Marcel Hellers, Liliane Burton, Elisabeth Kirsch, François Benoy, Marie Kayser, Danielle Frieden, Magali Jacob, Lea Bonblet, Thierry André, Yves Molitor, Gérard Scheiden, Roger Engel, Marc Bollendorff.
  • Groenen F & N Meurisse (2012) Historical distribution of the oak processionary moth Thaumetopoea processionea in Europe suggests recolonization instead of expansion. Agricultural and Forest Entomology 14(2).
  • Heidt C (2011) Pickeg Raupen. Panewippchen 96: 6 (3/2011).

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Flora der Region Trier – Neuerscheinung 2016

Flora der Region Trier 2016 coverIm Herbst 2016 erscheint das umfangreiche und gut ausgestattete Werk „Flora der Region Trier“ in einer zweibändigen Ausgabe. Auf rund 1.200 Seiten werden erstmals die Verbreitung mit Angaben von Fundstellen, Standortansprüche und Gefährdungsursachen von rund 1.450 einheimischen Arten, 450 Neophyten sowie der nachgewiesenen Hybriden dokumentiert.

Rund 120 Hobby- und Berufsbotaniker haben über Jahrzehnte die außergewöhnliche Kulturlandschaft der Landkreise Trier-Saarburg, Vulkaneifel, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm und der Stadt Trier systematisch erkundet und ausgewertet. Zur Illustration dienen etwa 2.000 Karten und Abbildungen. Weiterhin werden in Kurzporträts die für die Erforschung der Region seit dem Jahre 1800 wichtigen Persönlichkeiten vorgestellt.

Die Autoren Ralf Hand, Hans Reichert, Walter Bujnoch, Ulrich Kottke und Steffen Caspari legen zum ersten Mal seit 1880 eine Flora für das Gebiet im westlichen Rheinland-Pfalz vor. Eine unverzichtbare Informationsquelle für jeden Naturfreund und jeden, der sich beruflich mit Umweltfragen und Naturschutz befasst.

Flora der Region Trier in 2 Bänden:

  • ca. 1.200 Seiten
  • mit über 2.000 zumeist farbigen Karten und Abbildungen
  • Format 17 x 23 cm
  • Hardcover

Detaillerte Beschreibung und Vorbestellung (PDF 800 KB)

Tag der Artenvielfalt am 18. Juli 2015: 767 Arten !

767 Arten konnten am Tag der Artenvielfalt an der Our am 18. Juli 2015 nachgewiesen werden!

Über 50 Naturkundler durchstreiften das Ourtal am 18. Juli 2015 auf der Suche nach Pflanzen, Tieren und Pilzen mit dem Ziel eine möglichst große Anzahl an Arten zu erfassen. Die Spezialisten für Blütenpflanzen, Farne, Moose, Pilze, Käfer, Schmetterlinge, Vögel, Reptilien, Amphibien und einige weitere Tiergruppen konnten insgesamt 767 Arten im Gebiet nachweisen. Dies ist eine erfreulich hohe Zahl an Arten, die die hohe naturschutzfachliche Bedeutung des Ourtals belegt.

BIODIV2015_Naturkundler-an-der-OurDas Untersuchungsgebiet erstreckte sich von Roth an der Our und Bettel bis nach Wallendorf und Reisdorf. Untersucht wurden die zahlreichen Biotope entlang der Our wie Hochstaudenfluren, Wiesen und Weiden, Wälder, Hecken und Gebüsche, Halbtrockenrasen, Äcker und die Our als Fließgewässerbiotop selbst. Wissenschaftler, Naturkundler, Botaniker und Zoologen aus Luxemburg und Rheinland-Pfalz durchkämmten die vielfältigen Lebensräume beiderseits der Our und konnten die sehr beachtlichen Zahlen von 357 Tierarten (davon: 247 Insekten, 60 Vögel, 21 Spinnen und Weberknechte, 11 Säugetiere, 8 Fische, 8 Crustaceen und Mollusken sowie 2 Amphibien), 71 Pilzen und 339 Pflanzenarten nachweisen. Neben vielen weiter verbreiteten Arten wurden auch zahlreiche seltene und gefährdete Arten gefunden. Dies sind z. B. der Kleine Schillerfalter, die Kleine Zangenlibelle, der Schwarzstorch und Wanderfalke, das Spießblättrige Tännelkraut und der Große Wiesenknopf.

Organisiert wurde der Biodiversitäts-Tag vom Nationalmuseum für Naturgeschichte Luxemburg und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Rheinland-Pfalz, mit der Unterstützung vieler Partner. Die weiteren Partner waren: SNL – Naturforschende Gesellschaft Luxemburg, Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen Luxemburg, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz, Ministerium für Kultur Luxemburg, Projekt „Grüner Wall im Westen“, Stiftung Natur und Umwelt RLP mit Mitteln aus der Glücksspirale Lotto RLP, BUND KG Bitburg-Prüm, Naturpark Our, Naturpark Südeifel, Islek ohne Grenzen, Frënn vum ‘natur musée’ – Les Amis du Musée national d’histoire naturelle, Fondation faune-flore, ABIOL, POLLICHIA, die Gemeinden Tandel, Reisdorf, Ammeldingen, Gentingen, Roth a. d. Our, Wallendorf sowie die VG Südeifel.

Alle gesammelten Daten wurden in der Datenbank des Nationalmuseums für Naturgeschichte Luxemburg, dem Recorder, und im Landschaftsinformationssystem Rheinland-Pfalz (LANIS RLP) erfasst. Ein ausführlicher Bericht zum Tag der Artenvielfalt erscheint im nächsten Bulletin der SNL.


 

Siehe auch den Artikel zur Bilanz des Biodiversitätstages 2015.

Parution du Bulletin n° 117

Couverture du Bulletin n°117 / 2015Le Bulletin numéro 117 a été mis en ligne en date du 26 décembre 2015. Il présente 9 articles sur 104 pages. Il fut publié le 29 décembre 2015 et envoyé le même jour aux membres de la SNL et aux partenaires d’échange de publications scientifiques.

Consulter le bulletin n°117 en ligne.

Communiqué de presse en français

Publication de la nouvelle édition du bulletin de la SNL : la biodiversité du Luxembourg passée au crible

Le nouveau bulletin de la Société des naturalistes luxembourgeois vient de sortir de presse. Plus ancienne revue scientifique du Luxembourg, l’actuel édition dresse un état des lieux de l’écosystème luxembourgeois. D’éminents spécialistes luxembourgeois de la faune et flore emmènent le lecteur à la découverte de nouvelles espèces de plantes et d’animaux qui ont été répertoriées pour la toute première fois au pays, tout en lui présentant également des espèces désormais menacées d’extinction.

Détectées sur une branchette morte dans le bois de Bettembourg, sur du crottin de cheval dans une écurie à Abweiler, ou même sur une pierre en partie submergé à Beaufort, ainsi qu’à de nombreux autres endroits à travers le Grand-Duché, les nouvelles découvertes des botanistes et mycologues luxembourgeois (les champignons ayant été exclus du règne botanique en 1969) présentées dans ce Bulletin sont le fruit de véritables enquêtes de détective.

Les zoologues, de leur côté, semblent avoir la vie plus facile. Pas besoin de rechercher péniblement à la loupe les spécimens recherchés, non, afin de réaliser un monitoring des sangsues, il suffit simplement au spécialiste de se promener jambes nues dans un étang et, à la sortie de l’eau, de compter les petites bêtes qui se sont agrippées à leur proie humaine. Avant de conclure si oui ou non l’utilisation médicale de plus en plus populaire des sangsues menace la survie de l’espèce. Saviez-vous d’ailleurs que toutes les sangsues ne sont pas sangivores ?

L’usage de pesticides par l’agriculture moderne, l’aménagement de pistes cyclables, le réchauffement climatique, sont d’autres facteurs traités dans le présent Bulletin dont leur impact concret au Luxembourg est étudié, analyse qui donne lieu à quelques constats alarmants.

La nourriture pour oiseaux vendus aux particuliers au Luxembourg contient-elle des graines d’espèces végétales envahissantes, présentant un grand danger pour la biodiversité? C’est une autre question posée par un article de ce Bulletin dont la lecture est utile pour tout un chacun qui pense aux oiseaux -et à la biodiversité!- en remplissant son caddie.

Présenter des espèces aux noms plus ou moins flatteurs (qui ne préférerait pas être connu en tant que ‘Aphroditeola olida‘ ou ‘Atheniella adonis‘ plutôt que ‘crapaud accoucheur’…?), rendre compte de l’actualité scientifique au Luxembourg, remonter à la surface ce qui se cache au plus profond des forêts et des eaux, témoigner de la diversité et de la fragilité de la vie qui nous entoure, c’est le mérite de ces lichenologues, mycologues, entomologues, arachnologues, et de tous leurs collègues publiant régulièrement dans le Bulletin et entraînant ainsi le lecteur averti dans leur univers passionnant.

Le Bulletin est téléchargeable sur le site Internet de la SNL (www.snl.lu) ou peut, sous forme imprimée, être commandé au prix de 15 euros par courriel à l’adresse

Céline Flammang, journaliste membre de la SNL.

Communiqué de presse en allemand

Neuerscheinung des Jahresberichtes der SNL: Die Biodiversität in Luxembourg unter die Lupe genommen

Die neue Ausgabe des „Bulletin de la Société des naturalistes luxembourgois“ ist vor kurzem erschienen. Die älteste wissenschaftliche Zeitschrift Luxemburgs stellt in seiner letzten Ausgabe eine Bestandsaufnahme der luxemburgischen Ökosysteme dar. Anerkannte Spezialisten im Bereich der Fauna und Flora berichten über Pflanzen und Tiere welche zum ersten Mal in Luxemburg nachgewiesen wurden, sowie Arten welche vom Aussterben bedroht sind.

Untersuchungen an winzigen Ästen im Bettemburger Wald, bzw. auf Pferdedung in einem Stall in Abweiler oder an z.T. überschwemmten Steinen in Beaufort, sowie an vielen anderen Orten im Großherzogtum Luxemburg, sind die Frucht intensivster Detektivarbeit der luxemburgischen Mykologen und Botaniker (die Pilze zählen seit 1969 nicht mehr zum Reich der Botanik).

Die Zoologen scheinen es ihrerseits einfacher zu haben. Die schwierigen Erhebungen nach winzigen Exemplaren stehen nicht an der Tagesordnung wenn es um die Untersuchung von Blutegeln geht, sondern hier laufen die Spezialisten mit nackten Beinen durch einen Weiher, Blutegel haften sich an die Beine ihrer Beute und schon kann die Zählung beginnen. Hiermit konnte festgestellt werden, ob die Benutzung von Blutegeln zu medizinischen Zwecken eine Gefahr für das Überleben dieser Art bedeutet. Wussten Sie übrigens schon, dass nicht all Blutegel blutliebend sind?

Die Benutzung von Pestiziden in der modernen Landwirtschaft, das Einrichten von Fahrradwegen oder die Klimaerwärmung sind weitere Themengebiete dieser Ausgabe. Die Auswirkungen der letzteren auf die luxemburgischen Verhältnisse werden untersucht und führen zum Teil zu alarmierenden Feststellungen.

Enthält die Vogelnahrung welche im luxemburgischen Einzelhandel erhältlich ist Samen invasiver Pflanzenarten und könnte diese Tatsache eine Gefahr für die Biodiversität bedeuten? Solche Fragestellungen werden im Rahmen dieser Ausgabe gestellt und sollten für jeden der sich mit Vögeln und der Biodiversität befasst von Interesse sein.

Das Vorstellen schmeichelhafter Artnamen (wer würde nicht vorziehen als ‘Aphroditeola olida‘ oder ‘Atheniella adonis‘ benannt zu werden eher als ‘Geburtshelferkröte’), das Berichten über wissenschaftliche Aktivitäten in Luxemburg, das Hervorheben dessen was der Luxemburger Wald und die luxemburgischen Gewässer an verborgenen Schätzen enthalten und Aussagen treffen zur Vielfalt und Fragilität welches unser Leben umgibt, dies ist der Verdienst der Flechtenkundler, der Pilzkundlern, der Entomologen sowie deren Kollegen welche regelmäßig Artikel in Rahmen dieser Berichte publizieren und welche den sachkundigen Leser in spannende Universen mitnehmen.

Diese Ausgabe kann unter www.snl.lu heruntergeladen werden oder, in Druckform, unter zum Preis von 15 Euro bestellt werden.

Traduction en allemand: Danièle Murat, vice-présidente de la SNL.

1920 – Ein Wolf bei Berg

(c) Isabella Finzi, JournalLesen Sie den dritten Teil der Artikelserie aus der Feder unseres Mitgliedes Jos Massard, der – im Rahmen der rezenten Diskussion über eine mögliche Rückkehr des Wolfes in unsere Gegenden – in Archiven neueste Erkenntnisse zutage gebracht hat.

Massard J (2015) 1920 – Ein Wolf bei Berg. journal.lu – 09.11.2015