Archives de l’auteur : Simone Schneider

Dramatischer Rückgang der Vögel in Luxemburg

 Jetzt handeln – Luxemburgs Arten kämpfen ums Überleben

In einer gemeinsamen Stellungnahme präsentieren natur&ëmwelt a.s.b.l., der Mouvement écologique a.s.b.l., das Nationalmuseum für Naturgeschichte, die Association des biologistes luxembourgeois und die Société des naturalistes luxembourgeois (SNL) die Situation der Gefährdung der Brutvögel Luxemburgs, anlässlich der Neuauflage der Roten Liste.

Weltweit sterben Pflanzen- und Tierarten

1 Million Pflanzen- und Tierarten sind weltweit gefährdet: So der aufrüttelnde Bericht, den der Weltbiodiversitätsrat im Mai 2019 veröffentlichte (IPBES-Bericht). Dabei stachen vor allem folgende Aussagen hervor: Das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten …

  • ist nicht nur ein einmaliger Verlust an Vielfalt und Schönheit, … nein, es stellt auch das Überleben des Menschen auf diesem Planeten in Frage;
  • kann nicht mit einzelnen isolierten gut gemeinten Maßnahmen gestoppt werden. Erforderlich ist ein systematisches Umdenken unseres auf Konsum und Wachstum basierten Gesellschafts- und Wirtschaftsmodells.

Die Stellungnahme, die die Gefahren für Brutvögel in Luxemburg darstellt, ist ein Teil der gemeinsamen Kampagne, die anlässlich des Berichts des Weltbiodiversitätsrats begonnen wurde und nun mit der Veröffentlichung der Roten Liste der Brutvögel Luxemburgs weitergeht.
Dabei steht die Vogelwelt sowie die Probleme, die deren Rückgang verursachen, stellvertretend für andere Arten und Lebensräume. Die Stellungnahme wurde am 30. Oktober 2019 von den beteiligten Organisationen im Haus vun der Natur vorgestellt.

Hier finden Sie die gemeinsame Stellungnahme zum Rückgang der Vögel mit Schlussfolgerungen und Anregungen zum Erhalt der Biodiversität [PDF 1,05 MB].

Neue Zahlen belegen den dramatischen Rückgang der Vögel in Luxemburg, auch von “Allerweltsarten”

Die Roten Listen der bedrohten Tiere und Pflanzen haben seit jeher einen sehr wichtigen Stellenwert bei all jenen, die sich für den Erhalt der Biodiversität einsetzen. Sie gelten auch in der Öffentlichkeit als Alarmsignal, als Botschafter für den Zustand unserer natürlichen Umwelt.

Die Ergebnisse der Analyse von 2019 sind alarmierend: Mehr als die Hälfte der Brutvogelarten Luxemburgs sind schon ausgestorben, vom Aussterben bedroht oder gefährdet. Aktuell gelten die Brutbestände von 13 Arten in Luxemburg als erloschen, 7 Arten sind vom Aussterben bedroht, 8 Arten sind stark gefährdet, 11 Arten sind gefährdet und 24 Arten werden in der Vorwarnliste geführt. Vergleicht man die Roten Listen seit 2009 sind seither drei weitere Arten ausgestorben und der Zustand von fünf Arten hat sich von “stark gefährdet” zu “vom Aussterben bedroht” verschlechtert. In der Kategorie der Vorwarnliste sind in den vergangenen 10 Jahren fünf Arten hinzugekommen, die vorher nicht gefährdet waren.

Die neue Rote Liste der Brutvögel Luxemburgs kann hier gelesen werden [PDF 353 KB].

Feldlerche, Neuntöter, Kiebitz und Schleiereule – stark gefährdete Arten, die symbolisch für den Verlust von spezifischen Lebensräumen stehen

Das Video zeigt anhand von vier Vogelarten, die in ihrem Bestand stark gefährdet oder        rückläufig sind, worauf ihr dramatischer Rückgang zurückzuführen ist.
Dabei stehen die vier Vogelarten jeweils       repräsentativ für einen Lebensraum, der          ihnen verloren geht und für Maßnahmen, die für ihren Schutz ergriffen werden müssten.

Sehen Sie hier das Video [Dauer 1:13]:

Hier finden Sie weitere Informationen zu den vier Vogelarten Feldlerche, Neuntöter, Kiebitz und Schleiereule, die symbolisch für den Verlust von spezifischen Lebensräumen stehen [PDF 454 KB].

Jahrestagung der Floristisch-soziologischen Arbeitsgemeinschaft 2019 in Luxemburg

Vom 14.-17. Juni 2019 fand die 67. Jahrestagung der Floristisch-soziologischen Arbeitsgemeinschaft (FlorSoz) in Luxemburg statt.

Die Floristisch-soziologische Arbeitsgemeinschaft ist eine Vereinigung von Botanikern und floristisch und pflanzensoziologisch interessierten Fachleuten mit über 1000 Mitgliedern (www.tuexenia.de). Die FlorSoz organisiert seit 1950 jährlich eine Jahrestagung in unterschiedliche Regionen Europas.

Das Thema der Tagung war: „Ein floristischer und vegetationskundlicher Querschnitt durch die Luxemburger Kulturlandschaft: Von den Felsen im Ösling über artenreiche Graslandgesellschaften hin zu ehemaligen Tagebaugebieten im Gutland“. Auf dem Programm standen neben der Jahresversammlung der FlorSoz, Vorträge zur Einführung in die Exkursionsgebiete sowie vier ganztägige Exkursionen in unterschiedliche Gebiete. Für eine begrenzte Teilnehmerzahl wurde zudem am Montag eine Nachexkursion angeboten. An der Konferenz haben über 180 Botaniker teilgenommen, darunter Forscher, Universitätsprofessoren, Studenten, Doktoranden und Berufstätige in den Gebieten Naturschutz, Artenschutz, Landschaftsökologie, u. a.

Die Tagung wurde organisiert von der Naturforschenden Gesellschaft Luxemburgs (SNL), der Stiftung Fondation faune-flore, dem Nationalmuseum für Naturgeschichte (MNHNL), dem Naturschutzsyndikat SICONA und dem Naturpark Öewersauer, mit der Unterstützung des   Ministeriums für Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit, der Tourismusabteilung des Wirtschafts-ministeriums sowie natur&ëmwelt.

Für die Tagung wurde ein Tagungsband veröffentlicht, den jeder Teilnehmer erhalten hat. Das Tuexenia Beiheft Nr. 12 enthält umfassende Beschreibungen aller Gebiete, die auf den Exkursionen quer durch Luxemburg besucht wurden. Es ist damit das aktuellste und weitreichendste Werk zur Flora und Vegetation Luxemburgs.

Inhalt des 336-seitigen Bandes:

  • Einführung in den Exkursionsraum Luxemburg: Naturraum, Flora und Vegetation, Naturschutz (Simone Schneider)
  • Flora und Vegetation der ehemaligen Erzabbaugebiete im Süden Luxemburgs und der Baggerweiherlandschaft an der Obermosel (Thomas Frankenberg & Guy Colling)
  • Halbtrockenrasen und Schluchtwälder im Osten Luxemburgs (Thierry Helminger, Georges Moes, Elena Granda Alonso, Florian Hans & Odile Weber)
  • Feuchtwiesen, Felsbiotope, Silikatmagerrasen, Burgen, Eichen-Niederwälder – Lebensräume auf Schiefer im Norden Luxemburgs (Yves Krippel, Simone Schneider, Armin Schopp-Guth & Tania Walisch)
  • Magerwiesen, Heiden und Niedermoore – Artenreiche Graslandgebiete im Südwesten und Westen Luxemburgs (Simone Schneider)
  • Kleine Luxemburger Schweiz (Simone Schneider, Yves Krippel, Florian Hans, Thierry Helminger, Christian Ries & Alain Faber)

 

Weltweiter Biodiversitätsverlust: Stellungnahme zu den Schlussfolgerungen der IPBES-Studie

In einer gemeinsamen Stellungnahme präsentieren die Association des Biologistes Luxembourgeois, der Mouvement Ecologique a.s.b.l., das Nationalmuseum für Natur-geschichte, natur&ëmwelt a.s.b.l. und die Société des naturalistes luxembourgeois (SNL) die wichtigsten Schlussfolgerungen des IPBES-Berichtes zum Biodiversitätsverlust. Sie zeigen zudem die Situation in Luxemburg auf und stellen konkrete Maßnahmen vor, um dem Biodiversitätsverlust entgegenzuwirken.

Bei dem IPBES-Bericht handelt es sich um den bisher ausführlichsten wissenschaftlichen Bericht zur biologischen Vielfalt und über den Zustand der Ökosysteme weltweit. Erstellt wurde dieser 1.800 Seiten umfassende Bericht von 132 Mitgliedsländern sowie 145 renommierten ExpertInnen aus 50 Ländern, unterstützt von weiteren 310 WissenschaftlerInnen. Dabei sind die Schlussfolgerungen klar und äußerst alarmierend: Die Menschheit steht vor einem unglaublichen Verlust an Diversität der Lebewesen und zerstört die Ökosysteme, auf die sie selbst angewiesen ist. Die Artenvielfalt sinkt in Folge menschlichen Handelns – so die klare Botschaft – rapide und auf dramatische Art und Weise: Ungefähr ein Viertel aller bekannten Pflanzen- und Tierarten sind vom Aussterben bedroht.

Vorstellung der Stellungnahme zu den Schlussfolgerungen des IPBES-Berichtes zum Biodiversitätsverlust. Foto: MNHNL.

Die gemeinsame Stellungnahme in Form einer Broschüre wurde am 17. Mai 2019 von den beteiligten Organisationen im naturmusée vorgestellt.

Hier finden Sie die Broschüre [PDF 1,68 Mb].

 

Bestimmungskurs für Moose 2018/2019

In der Zeit von November 2018 bis April 2019 fand der zweite Mooskurs der SNL und Partnern statt. Auch dieses Mal stieß er auf großes Interesse: 15 BotanikerInnen und BiologenInnen haben an dem zehnteiligen Kurs unter der Leitung von Moosspezialist Florian Hans teilgenommen.

Vermittelt wurden die Grundlagen der Moosbestimmung. Ziel des Kurses war es, die Ökologie der Lebermoose und der Sphagnen (Torfmoose) kennenzulernen. Schwerpunkt war das Erlernen der Bestimmung von Moosen unter wissenschaftlicher Anleitung mittels Mikroskopen, Binokularen und Florenwerken. An drei Tagen ging es ins Gelände, um das Erlernte vor Ort anzuwenden. Die Exkursionen führten in den „Grunewald“ bei Walferdange, ins Mamer-Eischtal bei Kopstal und ins Tal der „Dirbech“ zwischen Eschdorf und Lutzhausen. Während es auf der ersten Exkursion vornehmlich um Torfmoose ging, wurden auf den beiden anderen Exkursionen sowohl Laub- wie Lebermoose bestimmt. Auf den unterschiedlichen Substraten konnten zahlreiche Moosarten bestimmt werden. Auf der Exkursion am „Dirbech“ konnten insgesamt 95 Moosarten festgestellt werden, darunter 19 Lebermoose.

Der Moosbestimmungskurs wurde von der SNL und SICONA in Kooperation mit dem Nationalmuseum für Naturgeschichte und der ABIOL durchgeführt und fand im Regionalen Biodiversitätszentrum SICONA statt.

Ein ausführlicher Bericht mit den Exkursionsbeschreibungen kann im nächsten Bulletin der SNL (N° 121) nachgelesen werden.

Fotos von Lebermoosen (Fotos von Jean-Marie Mangen)

Fotos von Laubmoosen (Fotos von Jean-Marie Mangen)

Fotos von Simone Schneider

Conférence publique : « Comment préparer une publication scientifique ? »

La subdivision de l’article en Résumé, Introduction, Matériel et méthodes, etc. Le format des illustrations. Le choix de la langue. Quel journal choisir ? Le système de l’évaluation par les pairs (peer review). La conférence sera suivie d’une discussion. Projection en langue française, commentaires et discussion en luxembourgeois.

par Claude Meisch
Président d’honneur de la SNL et 1er rédacteur du Bulletin de la SNL

Mardi 7 mai 2019, 19h00 – 20h30
Musée National d’histoire naturelle
25, rue Münster, Luxembourg

Consulter l’invitation

Organisation: Société des naturalistes luxembourgeois et Musée national d’histoire naturelle

SNL-Exkursionen im Sommer 2018

Die SNL hat im Sommer 2018 drei naturalistische Exkursionen durchgeführt. Welche Landschaften, Lebensräume und Arten vorgestellt wurden, erfahren Sie in den nachfolgenden Kurzberichten. Impressionen von den Exkursionen finden sich in einer passenden Bilderauswahl.

Juni-Exkursion

Von den Rheinauen bis zum Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen mit herrlichen Felsformationen und reicher Flora und Fauna, 16.-17. Juni 2018

Mitte Juni ging es zusammen mit den Amis du Musée national d’histoire naturelle für zwei Tage in die Pfalz. Am Samstag wurde nach dem Besuch des Technikmuseums in Speyer der Speyerer Auwald erwandert. Roland Kirsch (BUND RLP) nahm die Gruppe in Empfang und gab Erklärungen zur Ökologie, wie eine Auenlandschaft entsteht und welche Pflanzen- und Tierarten charakteristisch für die Weich- und Hartholzaue sind. Am Sonntag ging es zum Biosphärenhaus in Fischbach bei Dahn. Von dort aus wanderten die Teilnehmer zusammen mit Ulrich Diehl auf ca. 8 km durch den Pfälzer Wald, vorbei an markanten Felsformationen. Imposant war die Ruine der Felsenburg Blumenstein aus dem 13. Jahrhundert. Ein Highlight war u. a. das Naturschutzgebiet Pfälzerwoog bei Ludwigswinkel mit seinem schönen See und Verlandungszonen mit seltenen Pflanzenarten der Zwischenmoore. Im Naturwaldreservat „Adelsberg – Lutzelhardt“ – dem ersten grenzüberschreitenden Naturwaldreservat Europas – wurden für den Pfälzerwald typische Hainsimsen-Buchenwälder und Buchen-Eichen-Mischwälder auf Sandboden angeschaut. Unterwegs gab es einige Gelegenheiten die Blütenbesucher der Pflanzen am Wegesrand zu beobachten. Ein ausführlicher Exkursionsbericht erscheint im Bulletin 121/2019.

Fotos von Jean-Marie Mangen

Juli-Exkursion

Halbtrockenrasen im Osten Luxemburgs – Vorstellung der Renaturierungs- und Pflegemaßnahmen des LIFE-ORCHIS-Projektes, 8. Juli 2018

Im Juli standen die Halbtrockenrasen im Osten Luxemburgs auf dem Programm der SNL. Vorgestellt wurden Renaturierungs- und Pflegemaßnahmen des LIFE-ORCHIS-Projektes von natur&ëmwelt.

Am Vormittag wurden zwei Gebiete bei Junglinster angeschaut. Die Flächen am Geespert zeigen artenreiche Halbtrockenrasenrelikte mit flächigen Bodenflechten-Vorkommen, seltenen Wacholderpflanzen sowie erst 2017 im Rahmen des LIFE-Projektes entbuschten Flächen. Der Groeknapp ist ein Gebiet, das großflächig 2017 im Rahmen des Projektes entbuscht wurde und seitdem mit Ziegen beweidet wird.

Am Nachmittag fand eine kleine Wanderung im Naturschutzgebiet Rosporter Hoelt statt, eine abwechslungsreiche Landschaft mit kleinen Weinbergen, jungen und alten Brachen, Halbtrockenrasen sowie Streuobstwiesen. Aufgrund seiner Exposition und der Lage im Sauertal ist die Hoelt reich an thermophilen Pflanzen- und Tierarten. Bei einer kleinen Weinprobe konnten die Teilnehmer Bio-Weine des Bio-Winzers Luc Roeder verkosten, der dort einen Weinberg bewirtschaftet. Zum Abschluss ging es dann ins Naturschutzgebiet Däiwelskopp, das sich durch ein Mosaik an thermophilen Waldgesellschaften, Gebüschen und Halbtrockenrasen auszeichnet. 2017 wurden auch hier größere Bereiche der südexponierten Hänge im Rahmen des Projektes stark aufgelichtet.

Geleitet wurde die Juli-Exkursion von Georges Moes, Elena Granda Alonso und Nathalie Grotz. Ein ausführlicher Exkursionsbericht erscheint im Bulletin 121/2019.

Fotos von Berthold Zeimetz und Simone Schneider

August-Exkursion

Baggerweiher in Remerschen – Spannende Einblicke in die Insekten- und Vogelwelt des Feuchtgebietes „Haff Réimech“, 25. August 2018

Die traditionelle August-Exkursion führte die Mitglieder der SNL dieses Jahr ins Naturschutzgebiet „Haff Réimech”. Gleich zu Beginn der Exkursion wurden die fast 30 Teilnehmer von einem seltenen Tagfalter begrüßt, der Kleine Schillerfalter (Apatura ilia).  Äußerst bemerkenswert ist, dass es sich hier um einen Falter der zweiten Generation dieser Spezies handelt und diese Art nur in extrem heißen Sommern eine zweite Generation bildet. Zunächst bekamen die Teilnehmer einen historischen Rückblick in die Entstehungsgeschichte des Gebietes und den heutigen Schutzstatus.

Besonders beeindruckt waren sie von den Ausführungen zu den Gallen und deren Lebensweisen. Unterwegs wurden zahlreiche unterschiedliche Gallen und ihre Bewohner vorgestellt, so z. B. die Ananas-Galle. Anhand eines kleinen Schaukastens wurden einige für das Baggerweihergebiet typische Nachtfalter präsentiert, unter anderem die Rohrkolbeneule (Archanara sparganii) und die Zweipunkt-Schilfeule (Archanara geminipunctata). Es konnten Minen von zwei Kleinschmetterlingen (davon einer bislang noch nicht für Luxemburg nachgewiesenen Art) auf den Blättern der Gemeinen Robinie beobachtet werden. Neben einigen typischen Wasser- und Röhrichtpflanzen, wurden die Lebensbedingungen der Libellen sowie Wasserkäfer vorgestellt. In einer der Vogelbeobachtungshütten gab es Erklärungen zu den im Gebiet vorkommenden Vogelarten. Das Naturschutzgebiet „Haff Réimech“ ist in vielfacher Hinsicht für die Vogelwelt Luxemburgs und der näheren Umgebung wichtig, u. a. als Brutgebiet für Zwergrohrdommel (Ixobrychus minutus) oder Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus), sowie als Durchzugsgebiet für eine Fülle von Arten.

Die August-Exkursion wurde geleitet von Liliane Burton, Ed Melchior, Marcel Hellers und Raoul Gerend. Ein ausführlicher Exkursionsbericht erscheint im Bulletin 121/2019.

Fotos von Simone Schneider

Bestimmungskurs für Moose 2017/2018

Der im Winterhalbjahr 2017/2018 von der SNL und SICONA durchgeführte Mooskurs ist auf großes Interesse gestoßen. 15 BotanikerInnen und BiologenInnen haben an dem zehnteiligen Kurs, der vom 12. Oktober 2017 bis 18. April 2018 unter der Leitung von Moosspezialist Florian Hans standfand, teilgenommen.

Grimmia pulvinata. Foto: S. Schneider, 14.05.2017.

In Luxemburg gibt es etwas mehr als 600 Moosarten, welche ganz unterschiedliche Lebensräume besiedeln. Die Formenvielfalt der Moose ist sehr groß, sie bilden Formen aus wie Moosrasen und -polster, Schweife oder Wedel. Moose nehmen Wasser, Nähr- und Schadstoffe über die gesamte Oberfläche auf. Daher können sie gut als Zeigerpflanzen und Bioindikatoren eingesetzt werden.

Teilnehmer des Mooskurses. Foto: O. Weber, 11.05.2018.

Da es nur wenige Mooskenner in Luxemburg gibt, ist es wichtig, weitere Naturwissenschaftler für diese Artengruppe zu interessieren. Aus diesem Grund wurde dieser Mooskurs initiiert. Vermittelt wurden die Grundlagen der Moosbestimmung. Ziel des Kurses war es, häufige und weniger häufige Arten der Laubmoose und deren Ökologie kennenzulernen. Schwerpunkt war das Erlernen der Bestimmung von Moosen unter wissenschaftlicher Anleitung mittels Mikroskopen, Binokularen und Florenwerken. Die häufigsten Familien wurden anhand ihrer Merkmale und ihrer bevorzugten Substrate vorgestellt. Eine Exkursion diente dazu, das Erlernte vor Ort anzuwenden und einige Arten in ihrem jeweiligen Habitat kennenzulernen.

Bei der Bestimmung der Moose. Foto: C. Junck, 09.11.2017.

 

Der Moosbestimmungskurs wurde von der SNL und SICONA in Kooperation mit dem Nationalmuseum für Naturgeschichte (MNHNL) und der ABIOL durchgeführt und fand im Regionalen Biodiversitätszentrum SICONA statt.

Ansprache im Gelände. Foto: S. Schneider 11.05.2018.

Während der Exkursion. Foto: S. Schneider, 11.05.2018.

Tortula muralis. Foto: S. Schneider, 14.05.2017.

Die Rüsselkäferfauna der Silikatmagerrasen im nördlichen Ösling von Carlo Braunert

Im Dezember 2017 ist das Werk „Rüsselkäferfauna der Silikatmagerrasen im nördlichen Ösling“ unseres Vorstands-Mitgliedes Carlo Braunert in der Serie Ferrantia des Nationalmuseums für Naturgeschichte erschienen.

Es enthält neben der Vorstellung der Untersuchungsflächen mit ihren charakteristischen Pflanzenarten, eine Gesamtartenliste der insgesamt 141 festgestellten Rüsselkäferarten mit Abundanzen und eine Beschreibung der 14 bemerkenswerten Funde im Detail. Eine ökologische Analyse und Bewertung mit einem Vergleich zu Sandheiden und Kalkmagerrasen im Gutland runden die Arbeit ab.

Weitere Informationen zur Ferrantia 76 finden Sie hier auf den Internetseiten des MNHNL.

 

Die “Molberlee” bei Hoscheid – einer der untersuchten Silikatmagerrasen. Foto: Carlo Braunert.

Micrelus ericae lebt an Calluna vulgaris – Maßstab 1 mm. Foto: Carlo Braunert.

Curculio villosus lebt an Eichen – Maßstab 3 mm. Foto: Carlo Braunert.