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Rückblick der August-Exkursion 2021

Biodiversität im Siedlungsbereich: Schutzmaßnahmen für Schwalbe, Mauersegler & Co sowie naturnahe Grünanlagen – Exkursion der SNL am 21.08.2021 in Bettemburg

Im Rahmen der traditionellen August-Exkursion der SNL wurden Projekte und Schutzmaßnahmen zur Förderung der Biodiversität im urbanen Raum am Beispiel der Stadt Bettemburg vorgestellt. Bei strahlendem Sommerwetter besichtigten 14 naturbegeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer – unter der Leitung von Lisa Siebenaler und Max Steinmetz – einige Grünanlagen, die von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzsyndikat SICONA umgesetzt wurden.

Erkundet wurden einige Wild- und Zierstaudenbeete sowie angesäte Blumenwiesen.

An Ort und Stelle wurden insektenfreundliche Pflanzenarten vorgestellt und die große Bedeutung von autochthonen Saatgutmischungen mit einheimischen Wildpflanzen für die Anlage von Blumenwiesen erklärt. Die naturnahe Gestaltung dieser Grünanlagen sowie deren Pflege machen deutlich, dass der öffentliche Raum durchaus zur Förderung der Biodiversität beitragen kann. Mit ihnen werden zusätzliche Nahrungsquellen und Lebensraum für unsere heimischen Insekten geschaffen. Gleichzeitig verschönern die farbenfrohen Pflanzungen das Stadtbild.

 

Ein weiteres Themenfeld der Exkursion stellten die installierten Nisthilfen für gebäudebrütende und gefährdete Vogelarten wie die Mehlschwalbe, der Mauersegler und der Wanderfalke dar. Obwohl viele Zugvögel im späten August ihre Reise schon angetreten haben, hatten die Besucher das Glück noch Mehlschwalben bei ihrem regen Tun an Nisthilfen vorzufinden. Die diversen artspezifischen Nisthilfen werden von SICONA im Einverständnis der Besitzer installiert, regelmäßig gewartet sowie auf ihren Erfolg hin kontrolliert. Im späten Nachmittag endete der Einblick in die vorbildlichen Grünflächengestaltung und erfolgreichen Artenschutzmaßnahmen in der Stadt Bettemburg.

 

Fotos: M. Steinmetz

Rückblick der Juli-Exkursion

Flora und Vegetation der ehemaligen Erzabbaugebiete im Südwesten Luxemburgs
– Exkursion der SNL am 21.07.2021 in Dudelange

Bei bestem Exkursionswetter konnte ein Streifzug über die Düdelinger Haardt als einem der ehemaligen Minette-Abbaugebiete als Halbtagsexkursion mit 20 Teilnehmenden durchgeführt werden.

Neben einem Überblick über Geologie und Erzabbau lieferte die Exkursion den Interessierten Einblicke in die heutige Pflanzen- und Tierwelt der zwischenzeitlich großenteils in nationale Naturschutzgebiete und/oder Natura 2000-Gebiete einbezogenen ehemaligen Tagebaugebiete. Zahlreiche charakteristische Pflanzenarten der heute auf den alten Abbauplateaus und Rampen etablierten Pionier- und Magerrasen, der vielgestaltigen Gesteinsschutthalden und Felswände sowie der Sukzessionswälder wurden vorgestellt. Besondere Themen, auf welche die Exkursionsleiter Thomas Frankenberg, Guy Colling und Jan Herr eingingen, waren die Besiedlung der einstigen „Mondlandschaften“ durch diverse Pflanzen- und zahlreiche Tierarten sowie deren Lebensraumansprüche.

Bezüglich der zu beobachtenden Sukzessionsprozesse und der unterschiedlichen Lebensraumansprüche der besonders zu schützenden Pflanzen- und Tierarten wurden zudem viele Aspekte des Pflege-managements der Gebiete erläutert. Als Pflegemaßnahmen im Mittelpunkt standen die seit etwa dem Jahr 2000 erfolgende Beweidung mit Schafen und Ziegen in Hütehaltung.

Einzelne der vor wenigen Jahren neu geschaffenen Rohböden wurden in Augenschein genommen. Hier haben sich bereits typische Arten der Pionier- und Magerrasen eingefunden, was darauf hinweist, dass viele Arten, insofern sie in der Nähe vorkommen, rasch die für sie geeigneten neuen Standorte besiedeln können. Interessant fanden die Teilnehmenden auch die Erläuterungen zu den Maßnahmen der Absicherung alter Stolleneingänge und dem Wildkrautreichtum der oberhalb des Tagebaugebietes gelegenen Äcker.

 

Fotos: G. Colling

Online First: Bereits sieben Artikel des neuen Bulletin Bandes publiziert

Seit dem Bulletin Band 122 werden alle Artikel im Laufe des Jahres auf www.snl.lu veröffentlicht. Mit dem Online First-System, die sofortige Online-Veröffentlichung aller – nach dem Reviewprozess – akzeptierten Beiträge, sind die Arbeiten schneller verfügbar. Unser Bulletin wird zudem wie gewohnt am Ende des Jahres mit den Artikeln des laufenden Jahres als gedruckter Band herausgegeben.
Hier gelangen Sie zu den aktuellsten Artikeln des Bandes 123.

Parution du Bulletin n° 117

Couverture du Bulletin n°117 / 2015Le Bulletin numéro 117 a été mis en ligne en date du 26 décembre 2015. Il présente 9 articles sur 104 pages. Il fut publié le 29 décembre 2015 et envoyé le même jour aux membres de la SNL et aux partenaires d’échange de publications scientifiques.

Consulter le bulletin n°117 en ligne.

Communiqué de presse en français

Publication de la nouvelle édition du bulletin de la SNL : la biodiversité du Luxembourg passée au crible

Le nouveau bulletin de la Société des naturalistes luxembourgeois vient de sortir de presse. Plus ancienne revue scientifique du Luxembourg, l’actuel édition dresse un état des lieux de l’écosystème luxembourgeois. D’éminents spécialistes luxembourgeois de la faune et flore emmènent le lecteur à la découverte de nouvelles espèces de plantes et d’animaux qui ont été répertoriées pour la toute première fois au pays, tout en lui présentant également des espèces désormais menacées d’extinction.

Détectées sur une branchette morte dans le bois de Bettembourg, sur du crottin de cheval dans une écurie à Abweiler, ou même sur une pierre en partie submergé à Beaufort, ainsi qu’à de nombreux autres endroits à travers le Grand-Duché, les nouvelles découvertes des botanistes et mycologues luxembourgeois (les champignons ayant été exclus du règne botanique en 1969) présentées dans ce Bulletin sont le fruit de véritables enquêtes de détective.

Les zoologues, de leur côté, semblent avoir la vie plus facile. Pas besoin de rechercher péniblement à la loupe les spécimens recherchés, non, afin de réaliser un monitoring des sangsues, il suffit simplement au spécialiste de se promener jambes nues dans un étang et, à la sortie de l’eau, de compter les petites bêtes qui se sont agrippées à leur proie humaine. Avant de conclure si oui ou non l’utilisation médicale de plus en plus populaire des sangsues menace la survie de l’espèce. Saviez-vous d’ailleurs que toutes les sangsues ne sont pas sangivores ?

L’usage de pesticides par l’agriculture moderne, l’aménagement de pistes cyclables, le réchauffement climatique, sont d’autres facteurs traités dans le présent Bulletin dont leur impact concret au Luxembourg est étudié, analyse qui donne lieu à quelques constats alarmants.

La nourriture pour oiseaux vendus aux particuliers au Luxembourg contient-elle des graines d’espèces végétales envahissantes, présentant un grand danger pour la biodiversité? C’est une autre question posée par un article de ce Bulletin dont la lecture est utile pour tout un chacun qui pense aux oiseaux -et à la biodiversité!- en remplissant son caddie.

Présenter des espèces aux noms plus ou moins flatteurs (qui ne préférerait pas être connu en tant que ‘Aphroditeola olida‘ ou ‘Atheniella adonis‘ plutôt que ‘crapaud accoucheur’…?), rendre compte de l’actualité scientifique au Luxembourg, remonter à la surface ce qui se cache au plus profond des forêts et des eaux, témoigner de la diversité et de la fragilité de la vie qui nous entoure, c’est le mérite de ces lichenologues, mycologues, entomologues, arachnologues, et de tous leurs collègues publiant régulièrement dans le Bulletin et entraînant ainsi le lecteur averti dans leur univers passionnant.

Le Bulletin est téléchargeable sur le site Internet de la SNL (www.snl.lu) ou peut, sous forme imprimée, être commandé au prix de 15 euros par courriel à l’adresse .

Céline Flammang, journaliste membre de la SNL.

Communiqué de presse en allemand

Neuerscheinung des Jahresberichtes der SNL: Die Biodiversität in Luxembourg unter die Lupe genommen

Die neue Ausgabe des „Bulletin de la Société des naturalistes luxembourgois“ ist vor kurzem erschienen. Die älteste wissenschaftliche Zeitschrift Luxemburgs stellt in seiner letzten Ausgabe eine Bestandsaufnahme der luxemburgischen Ökosysteme dar. Anerkannte Spezialisten im Bereich der Fauna und Flora berichten über Pflanzen und Tiere welche zum ersten Mal in Luxemburg nachgewiesen wurden, sowie Arten welche vom Aussterben bedroht sind.

Untersuchungen an winzigen Ästen im Bettemburger Wald, bzw. auf Pferdedung in einem Stall in Abweiler oder an z.T. überschwemmten Steinen in Beaufort, sowie an vielen anderen Orten im Großherzogtum Luxemburg, sind die Frucht intensivster Detektivarbeit der luxemburgischen Mykologen und Botaniker (die Pilze zählen seit 1969 nicht mehr zum Reich der Botanik).

Die Zoologen scheinen es ihrerseits einfacher zu haben. Die schwierigen Erhebungen nach winzigen Exemplaren stehen nicht an der Tagesordnung wenn es um die Untersuchung von Blutegeln geht, sondern hier laufen die Spezialisten mit nackten Beinen durch einen Weiher, Blutegel haften sich an die Beine ihrer Beute und schon kann die Zählung beginnen. Hiermit konnte festgestellt werden, ob die Benutzung von Blutegeln zu medizinischen Zwecken eine Gefahr für das Überleben dieser Art bedeutet. Wussten Sie übrigens schon, dass nicht all Blutegel blutliebend sind?

Die Benutzung von Pestiziden in der modernen Landwirtschaft, das Einrichten von Fahrradwegen oder die Klimaerwärmung sind weitere Themengebiete dieser Ausgabe. Die Auswirkungen der letzteren auf die luxemburgischen Verhältnisse werden untersucht und führen zum Teil zu alarmierenden Feststellungen.

Enthält die Vogelnahrung welche im luxemburgischen Einzelhandel erhältlich ist Samen invasiver Pflanzenarten und könnte diese Tatsache eine Gefahr für die Biodiversität bedeuten? Solche Fragestellungen werden im Rahmen dieser Ausgabe gestellt und sollten für jeden der sich mit Vögeln und der Biodiversität befasst von Interesse sein.

Das Vorstellen schmeichelhafter Artnamen (wer würde nicht vorziehen als ‘Aphroditeola olida‘ oder ‘Atheniella adonis‘ benannt zu werden eher als ‘Geburtshelferkröte’), das Berichten über wissenschaftliche Aktivitäten in Luxemburg, das Hervorheben dessen was der Luxemburger Wald und die luxemburgischen Gewässer an verborgenen Schätzen enthalten und Aussagen treffen zur Vielfalt und Fragilität welches unser Leben umgibt, dies ist der Verdienst der Flechtenkundler, der Pilzkundlern, der Entomologen sowie deren Kollegen welche regelmäßig Artikel in Rahmen dieser Berichte publizieren und welche den sachkundigen Leser in spannende Universen mitnehmen.

Diese Ausgabe kann unter www.snl.lu heruntergeladen werden oder, in Druckform, unter zum Preis von 15 Euro bestellt werden.

Traduction en allemand: Danièle Murat, vice-présidente de la SNL.

1920 – Ein Wolf bei Berg

(c) Isabella Finzi, JournalLesen Sie den dritten Teil der Artikelserie aus der Feder unseres Mitgliedes Jos Massard, der – im Rahmen der rezenten Diskussion über eine mögliche Rückkehr des Wolfes in unsere Gegenden – in Archiven neueste Erkenntnisse zutage gebracht hat.

Massard J (2015) 1920 – Ein Wolf bei Berg. journal.lu – 09.11.2015

Le bulletin de la SNL sur eluxemburgensia

Le bulletin de la SNL est accessible en ligne sur eluxemburgensia et sur a-z.lu dès aujourd’hui suite à un ambitieux projet de numérisation réalisé par la Bibliothèque nationale de Luxembourg.

Une conférence de presse s’est tenue aujourd’hui à 11 heures dans la salle des arts de la bibliothèque nationale, dont l’ordre du jour fut le suivant:

  1. Allocution de bienvenue, présentation de la politique de numérisation de la BnL par Mme Monique Kieffer, directrice de la BnL ;
  2. présentation de la SnL et de ses publications par Christian Ries, président de la SNL, et Claude Meisch, président d’honneur de la SNL et 1er rédacteur du Bulletin ;
  3. démonstration en live de la recherche et de la navigation sur eluxemburgensia et sur a-z.lu, par Yves Maurer, service IT de la BnL ;
  4. séance de questions – réponses ;
  5. clôture de la conférence et invitation au vin d’honneur par Mme Monique Kieffer.

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